VORTRAGSREIHE

„Künstlerpaare – Genialität im Duett?""

Vierteilige Reihe mit Eva-Maria Günther M.A., Kunsthistorikerin, Speyer
Donnerstags, 18.02. bis 10.03.2016, 19.00 Uhr, Burgkirche

Ihr Beruf bringt sie zusammen, ihre Liebe ist für sie Halt, Inspiration und Reibung zugleich. Wenn große Künstler sich ineinander verlieben, ist das alles, nur nicht langweilig. Das gilt nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Vergangenheit. Seit langem faszinieren innige künstlerische Beziehungen zwischen zwei Menschen, wie etwa die von Frida Kahlo und Diego Rivera oder auch von Christo und Jeanne Claude. Wir stellen Ihnen berühmte Künstler-Paare aus verschiedenen Epochen der neueren Kunstgeschichte vor, darunter auch viele, nicht ganz so bekannte Partner, deren Beachtung, die ihnen immer zuteil wird, sie meist dem bedeutenderen (aber nicht immer besseren) Partner zu verdanken haben.

18.02.   "Künstlerpaare  Genialität im Duett? – oder gefährliche Liebschaften"

25.02.   "Künstlerpaare – Genialität im Duett
? – Paare zwischen Symbiose und Konkurrenz

03.03.   "Künstlerpaare – Genialität im Duett? – zwei Genies sind eins zuviel


10.03.   "Künstlerpaare  Genialität im Duett?
 – oder gebündeltes Talent“

Kosten
Einzelabende: 10.00 €. Bei Überweisung bitte Datum angeben!
Alle vier Abende:
40,00 € für Mitglieder
44,00 € für Gäste

Anmeldung 
Dr. Barbara Precht, Telefon: 06322-981294
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bankverbindung (bitte keine Barzahlungen!)
Kunstverein Bad Dürkheim
Sparkasse Rhein-Haardt
Konto Nr. 136 994 - IBAN: DE59 5465 1240 0000 1369 94
BLZ 546 512 40 - BIC: MALADE51DKH



18.02.  "Künstlerpaare – Genialität im Duett? – oder gefährliche Liebschaften"

„Es ist meine Erfahrung, dass die Ehe nicht glücklicher macht. Dies schreibe ich in mein Küchenhaushaltebuch am Ostersonntag 1902, sitze in meiner Küche und koche Kalbsbraten", so Paula Modersohn-Becker. Beim Stichwort „Künstlerpaare" denkt man an Camille Claudel & Auguste Rodin oder Gabriele Münter & Wassily Kandinsky. Die Gegenüberstellungen erlauben spannende Vergleiche und faszinierende Einblicke in Leben und Schaffen einzelner Paare aus der Zeit um 1900. Zeitgeschichtliche Wertevorstellungen werden erörtert und die Lebensumstände der einzelnen Paare damit in Beziehung gesetzt.


25.02. "Künstlerpaare  Genialität im Duett? – Paare zwischen Symbiose und Konkurrenz

Für Picasso war sie Besitzobjekt, für HA Schult Managerin, für Christo Kollegin: Musen und Modelle verkörpern einen folgenreichen Rollenwandel in der Kunst – als Emanzipationsgeschichte. Diesen Wandel zeigen gerade Frauen rund um Pablo Picasso wie in einem Mikrokosmos. Von Dora Maar, die an dem Jahrhundertgenie zerbrach, bis zu Françoise Gilot, die sich von Picasso trennte und selbst Künstlerin wurde, reicht der Bogen einer Geschichte, die von Anziehung und Besitz, Abhängigkeit und Befreiung erzählt. Wie eine Arbeitssymbiose abseits aller Musenromantik in der Gegenwart funktionieren kann,  führten Christo und Jeanne-Claude perfekt vor.


03.03. "Künstlerpaare  Genialität im Duett  zwei Genies sind eins zuviel

Es liegt etwas verzweifelt Utopisches im erklärten Ziel, sich um den Preis der Liebe in der Kunst nicht überbieten zu wollen. Kann es der Künstlermann hinnehmen, dass die Künstlerin neben ihm geradeso gut, geradeso stark, geradeso erfolgreich Kunst macht? Max Beckmann wollte keine Ehe mit seiner Minna Tube eingehen, wenn sie nicht vertraglich zusichern würde, dem Lebensplan Malerei ein für alle Mal abzuschwören. Gescheitertes Leben, gescheiterte Liebe, gescheiterte Kunst. Die einen Malerfrauen weichen ins Kunsthandwerk aus, bewirtschaften wie Sonja Delaunay die Karriere ihres Mannes. Die anderen versuchen mit Krankenschwesterngeduld, dem strauchelnden Helden immer wieder auf die Beine zu helfen. Erst als sich Jackson Pollock zu Tode gesoffen hatte, begann Lee Krasner wieder mit der Malerei und erinnerte sich daran, dass sie schon Ruf und Namen hatte, bevor sie sich auf ihr Eheabenteuer eingelassen hatte.

10.03. "Künstlerpaare – Genialität im Duett – oder gebündeltes Talent“

Trotz den in der heutigen Zeit zu beobachtenden Phänomen der künstlerischen Kooperation geht dieser Vortrag noch einen Schritt weiter und zeigt die in ihrer Ausprägung sehr spezielle – auf den Werten von Freundschaft, Vertrauen, Zuneigung und vielschichtiger Kooperation basierende – dialogische und überindividuelle Zusammenarbeit von Künstlern an einem Kunstwerk oder ganzen Werkgruppen. Bei allen Künstlerfreundschaften zeigt sich ein hohes Maß an subjektiver Ausdrucksfähigkeit, an kompromissbereitem Vertrauen wie auch an intuitiver und subtiler Empathie für den künstlerischen Partner.

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