VORTRAG

Kurzer-schoener-Traum Burgund„Kurzer schöner Traum - Burgund"

Von Günter Krüger M.A., (Mannheim)

Die am Hof Karls des Kühnen von Burgund zelebrierte immense Prachtentfaltung rief bei allen anderen europäischen Adelshäusern unglaubliches Staunen hervor. Ebenso große Bewunderung löste das verwaltungstechnisch neue Staatswesen in Burgund aus. Im 15. Jahrhundert wurde Burgund auf diese Weise zum Maßstab in Europa für königliche Macht.

Donnerstag, 26. Januar, 19.00 Uhr
Burgkirche Bad Dürkheim, Leinigerstraße, Saal 1

EINTRITT
7,00 € für Mitglieder
8,00 € für Gäste

Das Herzogtum Burgund, das man auch das „große Herzogtum des Abendlandes" nannte, geographisch zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich gelegen, stellte im 15. Jahrhundert alle anderen europäischen Länder in den Schatten. Man rühmte die traditionelle höfisch-ritterliche Kultur und den Lebensstil der hier geführt wurde und blickte bewundernd auf das verwaltungstechnisch moderne Staatswesen.
Ungläubiges Staunen aber rief vor allem die an den herzoglichen Höfen zelebrierte immense Prachtentfaltung hervor.
Auf dem Hoftag von Trier (1473) durften die Deutschen den sagenhaften Reichtum in Augenschein nehmen, den Karl der Kühne (1433 – 1477), der vierte Herzog dieser Linie, mit sich führte: neben Prunkrüstungen, Sakralgeräten und Tapisserien präsentierte man drei goldgefasste Einhörner und zwölf vollsilberne Apostelstatuen.
Ärmlich und schäbig wirkte im Vergleich dazu das Reich – der Kaiser selbst betastete mit zitternder Hand die mit Edelsteinen besetzten Kleinodien. Der unvergleichliche Reichtum ihrer Länder gestattete den Herzögen die Kriegs- und Friedenspolitik eines Staates, der im Verlauf von weniger als einhundert Jahren zu einer dritten Macht in Europa aufgestiegen war. Alles Glück dieser Welt lachte den Herzögen von Burgund, ihnen fehlte nur noch eine Königskrone über ihren Ländern, die der Burgunder vom deutschen Kaiser, im Austausch für die Hand seiner Tochter, zu erringen hoffte.
Doch nur vier Jahre nach Trier kam es zur Katastrophe. Vor Nancy ging der Traum von einem burgundischen Großreich unter – Karl der Kühne hatte alles gewagt und alles verloren.

Das Schicksal Karls des Kühnen und die Geschichte Burgunds werden Gegenstand des Vortrages sein, zugleich soll an die burgundische Hofkultur, die einen Höhepunkt der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte darstellt, herangeführt werden.

 

 

 

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