VORTRAGSREIHE

„Augenschmaus und Gaumenfreude - Esskultur und Tafelsitten von der Antike bis zur Gegenwart"

Vierteilige Reihe mit Eva-Maria Günther M.A., Kunsthistorikerin, Speyer
Donnerstags, 13.02. bis 13.03.2014, 19.00 Uhr, Burgkirche

Die Geschichte der Koch-, Ess- und Tafelkultur von der Antike über das Spätmittelalter bis in unsere Tage richtet sich an all jene, deren Interessenhorizont „über den Tellerrand" hinausreicht. Die Vortragsreihe wirft ein Schlaglicht auf die Veränderungen der Kochkunst sowie auf die Realität in den Küchen und an den Esstischen der verschiedenen Stände und Schichten über die Jahrhunderte hinweg. Die Rolle des Porzellans bei der Service-Gestaltung (Formgebung, plastische und malerische Dekoration) spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Entwicklung der Kochkunst von der einfachen Speise zur gehobenen Tafel. Kunst und Genuss sind dabei nicht zu trennen. 

In der warmen Jahreszeit werden dazu ergänzend zwei KUNSTREISEN nach Baden-Baden (05.06.) und Schwäbisch Gmünd (05.08.) angeboten.



13.02.   "Genießen wie die Götter – Küchenkultur und Tafelluxus in der Antike“
27.02.   "Die Erfindung des Dubbeglases – Mittelalterliche Tischkultur
              der Ritter, Bürger und Bauersleut'“
06.03.   "Barocke Tafelfreuden – Tischkultur an Europas Höfen“
13.03.   "Der elegante Teetisch und mehr – Die Tafelkultur bis heute“


Kosten (alle vier Abende + nur im Block)
40,00 € für Mitglieder
44,00 € für Gäste

Anmeldung
Gerhild Ratz, Telefon: 06322-980 943
E-Mail: Ratz.GuG,@t-online.de

Bankverbindung (bitte keine Barzahlungen!)
Kunstverein Bad Dürkheim
Sparkasse Rhein-Haardt
Konto Nr. 136 994 - IBAN: DE59 5465 1240 0000 1369 94
BLZ 546 512 40 - BIC: MALADE51DKH



13.02. "Genießen wie die Götter – Küchenkultur und Tafelluxus in der Antike"

Ess- und Trinkgewohnheiten der Antike überliefern schriftliche und archäologische Quellen, etwa Platons "Das Gastmahl" und die berüchtigte "Cena Trimalchionis", die an Drastigkeit kaum zu überbieten ist. Das Kochbuch des römischen Feinschmecker und Erfinders Apicius ("Res conquinaria") hat die Zeiten ebenso überdauert wie vielfältiges Ess- und Trinkgeschirr sowie Küchengerät, das durch Ausgrabungen zu Tage kam. Zudem bieten Darstellungen von Nahrungsmitteln oder auch Gelage-Szenen reichhaltiges Anschauungsmaterial von der einfachen Mahlzeit bis hin zum Tafelluxus.


27.02. "Die Erfindung des Dubbeglases – Mittelalterliche Tischkultur der Ritter, Bürger und Bauersleut'"

Unsere mittelalterlichen Vorfahren – waren das nicht feierfreudige Gesellen, denen der Bratensaft aus den Bärten tropfte und bei denen Bier und Wein in Strömen floss? Wie die mittelalterliche Küche wirklich aussah, wie knapp einerseits die Lebensmittel und karg der Speiseplan waren, aber andererseits sich der Wohlstand über Gewürze und Geschirr bei Tisch entfaltete, das demonstriert in vielen Abbildungen und Quellenzitaten dieser Abend. Die Mahlzeiten waren stets Spiegel des Lebensstils. Auf den Tisch kam, was die Umgebung bereithielt, angerichtet mit Fantasie und zunehmend ergänzt um exotische Zutaten ferner Länder. Parallel dazu entwickelten sich erste Geschirrformen, die bis in die Neuzeit überdauert haben.


06.03. "Barocke Tafelfreuden – Tischkultur an Europas Höfen"

Die Tafelfreuden, die Tischkultur und die Kochkünste von Renaissance und Barock offerieren ein Festmahl für alle, die es zu genießen verstehen. Die Beschreibungen großer Feste, Rezepte und Schaugerichte aus deutschen und französischen Kochbüchern belegen die Sinnenfreude der Tafel- und Küchenkultur von Versailles bis Postdam und Wien. Ein besonderes Augenmerk gilt der prunkvollen barocken Tafelzier, das heißt der künstlerischen Gestaltung der Festivitäten und dem besonders prächtigen Tafelschmuck aus Porzellan und Edelmetall, der Identität und Selbstverständnis der Gastgeber belegt.


13.03. "Der elegante Teetisch und mehr – Die Tafelkultur bis heute"

„Die Kunst, einen glänzenden Zirkel auf eine geschmackvolle und anständige Art zu bewirthen" wird auf anschauliche Art vorgeführt. Im Mittelpunkt der Gourmandise stand vor einem Jahrhundert noch mehr das durchkomponierte Menü als die einzelne Verkostung einer Speise. Der festliche Rahmen wurde durch Menükarten und Service, Tafelmusik und Sitzordnungen konventioneller gehandhabt als heute. Im Mittelpunkt steht die kulinarische Ästhetik der Zeit um 1900 aus der Perspektive der damaligen Kochkunst in Deutschland. Das gute Essen avanciert zu einem Lebens- und Wissensbereich, dem nunmehr die doppelte Weihe einer "art" und einer "science", künstlerischer Ästhetik und wissenschaftlicher ratio verliehen wird. Die Entstehung der neuen bürgerlichen Genusskultur mit ihren "grands restaurants" und "diners pries" schlägt sich in einer umfangreichen "litterature gastronomique", aber auch in zahlreichen Bildern nieder und drückt sich auch in der Erzählliteratur der Epoche aus, in der Romanciers wie Balzac, Flaubert, Zola und Maupassant in zahllosen Mahlzeitenbeschreibungen belegen.


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