KUNSTREISE Thüringen

Weimar Freitag, 14.09. - Montag, 17.09.2012

Zu Weimar im „Elephanten" ist Thomas Manns „Lotte" abgestiegen – und die Anna Amalia Bibliothek wie Phönix aus der Asche wieder auferstanden. Ihre Namensgeberin hat aus dem Schloss Tiefurt das! Literaten-Zentrum ihrer Zeit gemacht. Dafür gelingt den DDR-Oberen mit dem Panorama Museum gleich „Elefantenklo" in Bad Frankenhausen - hier „hängt" das monumentale Bauernkrieg-Gemälde von Werner Tübke – eine architektonische Geschmacklosigkeit. 3600 Jahre alt, aber erst 1999 ausgegraben: Die Himmelsscheibe von Nebra bei Wangen gilt als astronomische Sensation, derweil hebt sich im Goethe-Theater von Bad Lauchstädt – 1802 erbaut und noch nahezu unversehrt – bereits der Premierenvorhang zu „Triumpf der Liebe"! Hier noch ein Blick hinter die Kulissen, dort einer auf den schlafenden Kaiser Friedrich Barbarossa, den Kyffhäuser und die Goldene Aue, schließlich ein letzter auf Stolbergs herrliche Fachwerkhäuser...
Foto: privat

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Liebe Mitglieder und Freunde des Kunstvereins,

der Kunstverein plant eine 4-Tage-Fahrt nach Thüringen vom 14.09 bis 17.09.2012. Nachstehend erhalten Sie die endgültige Ausschreibung, für die Sie sich verbindlich anmelden können. Wer auf der Liste der vorläufigen Interessenten steht, gilt als angemeldet, wenn er nicht bis 1. Juli abgesagt hat. Wer sich bisher nicht gemeldet hat, besitzt noch eine gute Chance auf einen Platz.

Im Vergleich zur ersten Ausschreibung hat sich der Reisepreis leicht erhöht, weil wir ein zusätzliches Essen für die Rückfahrt aufgenommen haben. Da das Restaurant noch nicht gefunden ist, kann sich die Reiseroute leicht ändern. Definitiv ändert sich aber die Anfahrt. Wir wollen möglichst früh in Weimar ankommen, um die frühe Führung in der Anna Amalia Bibliothek (15.30 Uhr) nicht aufs Spiel zu setzen. Deshalb entfällt zwar der Abstecher zum Kickelhahn. Wir bekommen aber – wenn alles gut geht – mehr Zeit für Weimar.

Mit freundlichen Grüssen
Ihr Ulrich Werther

Goethe 1. Tag
Wir fahren zu Goethe nach Weimar — über Heilbronn, Würzburg und Oberhof. Im Hotel „Elephant" am Markt behalten die Gäste ihre Zimmer bis 12.00 Uhr. Bringen Sie bitte sichtbar an Ihre Koffer Ihren Namen an. Unser Busfahrer und die Chefin des Empfangs organisieren den Transport auf Ihre Zimmer. Sie können sofort in die umliegenden Cafés und Parks ausschwärmen. Alle wichtigen Punkte sind im Umkreis von 300 Metern zu Fuß erreichbar. Wir haben als Pflichtprogramm nur die Anna Amalia Bibliothek in zwei getrennten Gruppen vorgesehen (15.30 und 16.00 Uhr). Ansonsten hat jeder frei. Dahinter steckt der Gedanke, dass schon viele von Ihnen in Weimar waren und daher ein Standardprogramm wenig Sinn macht. Wenn die Teilnehmer feststehen, bietet sich ein Fragebogen an, der Auskunft gibt, wer was noch nicht kennt, um ggf. darauf reagieren zu können. Alle Details erhalten Sie rechtzeitig schriftlich.
Foto: privat
Tuebke 2. Tag
Wir verlassen am späten Vormittag die Stadt und fahren zu Anna Amalias Sommersitz, dem Schloss Tiefurt. Es hat einen schönen kleinen Park an der Ilm und war das Zentrum der Literaten ihrer Zeit. Die ganze Anlage ist entzückend. Das gilt auch für das sehr schöne Café/Restaurant, das wir spätestens 14.00 Uhr verlassen müssten oder früher, falls das Wetter nicht mitspielt oder der Zeitplan sich ändert. Dann geht es mit dem Bus nach Norden: 70 Kilometer DDR – Straßen, vom Soli solide repariert, nach Bad Frankenhausen. Am Hang des Kyffhäusergebirges steht ein Wasserturm-ähnliches Gebilde, das die Einheimischen ob der architektonischen Geschmacklosigkeit der DDR-Oberen kurz das „Elefantenklo" nennen. Mit dem Weimarer „Elephant" hat es nichts zu tun. Das Innere enthält ein großartiges Panoramagemälde des Leipziger Malers Werner Tübke – ein gewaltiges Portrait der Schlacht beim nahegelegenen Mühlhausen, die Thomas Müntzer und vielen seiner Bauern das Leben kostete. Es ist eine Hommage an den von Erich Honecker geliebten Bauernkriegsführer, den Tübke keineswegs glorifiziert, der ihm aber von den Bonzen ungeschoren Mittel und Zeit für seine Arbeit verschaffte. Gemeint ist Müntzer, nicht Honecker. Danach geht's ins Hotel am Nordhang des Gebirges, einer ehemaligen Stasiherberge. Abendessen und Bettruhe folgen.
Foto: privat


Arche NebraGoethe-Theater 3. Tag
Am Sonntag machen wir standesgemäß einen Sonntagsausflug im Sonntagsstaat mit Theaterbesuch nach Bad Lauchstädt. Vorbei an Eisleben, dem Geburts- und Sterbeort Martin Luthers und der spätromanischen Klosterruine und Kaiserpfalz Memleben – dem Sterbeort König Heinrichs I. und Kaiser Ottos des Großen. Auf dem Mittelweg bei Wangen stoßen wir auf eine astronomische Sensation: die Himmelsscheibe von Nebra. 1999 von zwei Raubgräbern entdeckt, ging ihre Geschichte um die Welt: Geschmiedet vor über 3600 Jahren, ist sie die älteste konkrete Darstellung des Kosmos weltweit. Seitdem ist unser Bild von der Bronzezeit ein komplett anderes! In Deutschlands vielleicht kleinstem Bad steht das vielleicht kleinste deutsche, das 1802 errichtete Goethe-Theater, in dem der Meister seine Stücke aufführte. Es ist fast nichts verändert worden im Lauf der Zeiten. Wir erleben ab 14.30 Uhr die Premiere vom „Triumph der Liebe", einer Oper nach einem Stück vom Marivaux und der Musik von Johann Sebastian Bach (Oper Erfurt). Als Zugabe werden wir anschließend durch die Kulissen hinter die Bühne geführt und bekommen die gesamte Technik von 1802 erklärt. Drei Minuten durch den Kurpark entfernt, erwartet uns dann das Abendessen in der Goethestube in Bad Lauchstädt. Rückfahrt ins Hotel.
Foto: privat

 

Kyffhäuser 4. Tag
Wir schlafen aus (oder wandern) und besuchen Kaiser Friedrich Barbarossa im Kyffhäuser. Dort schläft er – hat aber eine großartige Aussicht in die Goldene Aue, meine Heimat, die alle Wasser vom Südharz und Eichsfeld gen Osten zur Elbe versammelt. Dann geht es nach Stolberg, ins schönste Städtchen des Südharzes, den die Grafen von Stolberg einst beherrschten. Wir bummeln an herrlich restaurierten Harzer Fachwerkhäusern vorbei, besuchen Thomas Müntzers Geburtshaus und essen an einem noch festzulegenden Ort. Durch das Eichsfeld geht es dann zurück nach Bad Dürkheim.

Foto: © Tourismusverband Kyffhäuser e.V.

Leistungen
3 x Halbpension, Busreise, alle Eintritte nebst Trinkgelder (außer Hotelpersonal), Theaterkarte, alle Führungen.
Reiseleitung: Firma Wydra.

Termin
Freitag, 14.09. bis Montag, 17.09.2012

Kosten
355 € für Mitglieder von Kunst- und Kulturverein im DZ/ Person
400 € für Einzelzimmer und Gäste im DZ
Der Gesamtbetrag ist bis spätestens 18.8.2012 zu überweisen.

Anmeldung
Ab sofort verbindlich. Rücktritt bis 1.8.2012 kostenfrei.

Bankverbindung
Kunstverein Bad Dürkheim
Konto 136 994
BLZ 546 512 40
Sparkasse Rhein-Haardt

Versicherung
In Eigenregie

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