BERNHARD APFEL

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4. JAHRESAUSSTELLUNG 2013

Sonntag, 29.09. bis Samstag, 12.10.2013, Burgkirche Bad Dürkheim

BERNHARD APFEL, BILDHAUER
 

FRÖHLICHE URSTÄND: Mit seiner 4. JAHRESAUSSTELLUNG 2013 hat der Kunstverein Bad Dürkheim eine Tür in das wunderbare Pandämonium des Leimener Bildhauers Bernhard Apfel geöffnet. Der Autodidakt, mit überwältigender Liebe zu gotischer Schnitzkunst und Vorbildern wie Veit Stoß und Tilman Riemenschneider, ist tief verwurzelt in katholischer Tradition und oberbayrischem Kunsthandwerk.

Unterstrichen wurde Bernhard Apfels illustres Pandämonium bei der Vernissage durch drei Solo-Suiten von Bach, gespielt von dem jungen Cellisten Jonas Gleim (*1994) aus Ludwigshafen. Seit 2007 von Bernhard Schmidt vom Mandelring-Quartett unterrichtet, hat Gleim als Cellist wie Pianist bereits mehr als 30 Wettbewerbspreise gewonnen - u.a. einen ersten Preis und Wolfgang-Hofmann-Sonderpreis beim Karel-Kunc-Duowettbewerb der Stadt Bad Dürkheim sowie einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben (Kategorie: Klavier).

Im Rahmen ihrer Einführung sprach Eva-Maria Günther M.A., Speyer, mit dem Künstler.

 

Bernhard Apfel KarteBernhard Apfel Ausstellung Motiv 1b

 

Als Enkel eines Zimmerers bedient sich Bernhard Apfel der Formensprache deutscher Gotik, italienischer Renaissance und bayrischem Barock und erschafft daraus: zeitgenössische Kunst! Ein Tüftler und Handwerker, Surrealist und Karikaturist, im „Lexikon der phantastischen Künstler" ist er längst vertreten. Bernhard Apfels wunderbare Welt ist bevölkert von sakralen und irdischen Elementen, sein überbordender Einfallsreichtum lässt Statuen mit himmelwärtsragenden übergroßen Fingern und religiös geprägte Wandreliefs entstehen. Hier ein Altar, da Kettensäge-Skulpturen von beachtlichem Ausmaß, dort Zeichnungen und Aquarelle. Theatralische, farbige Werk-Collagen mischen mittelalterliche Szenen mit neuzeitlichen, biblische Elemente sind mit Flohmarktartikeln versehen, Sakrales steht neben Harlekinischem. Apfels vielfigürliche Objekte sind Würdenträger, Heilige und weltliche Körper. Seine fantastische, surreale, karrikaturhafte Formensprache macht überspitzt - wenn auch augenzwinkernd - das Alltägliche sichtbar: Glaube, Kirche, Mensch in Konfrontation mit der Welt. Ein Pandämonium – im besten Sinne.

 

Heidi Gronegger

 

Fotos: © Apfel

Vita

Bernhard Apfel

1947 geboren und aufgewachsen in Bad Tölz

1962-1998 Verwaltungsberuf

1999 Umzug nach Leimen. Arbeitet seitdem als selbstständiger Bildhauer.

 

Autodidakt. Private Kurse bei Hans Reiser und Simon Dittrich.

2009/2010/2012: Dozent an der Sommerakademie Frauenau 

Siehe auch: "Lexikon der phantastischen Künstler", Verlag G. Habarta, Seite 24

www.bernhard-apfel.de 

 

Ausstellungen, Symposien, Kunstobjekte im Öffentlichen Raum

Einzelausstellungen (Auswahl) 

2013 Kunstverein Bad Dürkheim: "Fröhliche Urständ"

2013 Galerie Melnikow, Heidelberg

2012 Kunstverein Schwabach: „Gott-weiblich"

2012 Karl-Wörn-Haus, Schwetzingen

2010 Kunstverein Tölzer Land

2009 Kunstverein Leimen

2008/2013 Villa Meixner, Brühl

2007 Kulturtreff Alter Bahnhof, Neulußheim

2007 MVB-Forum Kunst und Wirtschaft, Mainz

2007 Kunst im Rathaus, Heppenheim

2006 Villa Wieser, Herxheim

 

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

2013 Beukenhof, Kluisbergen, Belgien

2012 Schloß Riegersburg/Niederösterreich

2010 Jesuitenkirche Heidelberg: "Gott-weiblich"

2010 Kunstverein Jekaterinburg/Russland

2010 20. Kreiskulturwoche LRAmt 

2009 A.-Kubin-Galerie, Wernstein, Oberösterreich

2008/12 Artbreit, Marktbreit

2007/09/11/13 art-imaginär, Neustadt

2006 Kunstverein Leimen

2007 Kunst im Rathaus, Heppenheim

2005 Kunstverein Tegernsee

2004 Kunstverein Worms

 

Bildhauersymposien

2011 Ahrntal/Italien und Andechs/Bayern

2010 Reckenthal/Rheinland-Pfalz

2010 Seßlach/Oberfranken

2008 Empfertshausen/Thüringen 

2007 Davos/Schweiz

2006, 2009, 2012 St. Blasien/Schwarzwald

 

Preise

2009 St. Blasien: Preis der Jury

2011 Ahrntal/Südtirol: 2. Platz

 

Arbeiten im Öffentlichen Raum/Ankäufe

2013 Stadt Schwetzingen: "Der Drachenkämpfer"

2012 Jesuitenkirche Heidelberg: "großer Passionsaltar"

2011 Museum Miltenberg: "Bischof am Stuhl"

2011 Steinfeld, Kakteenland Rheinland-Pfalz: "Skulpturengarten"

2010 Pilgerweg nach Vierzehnheiligen: "der Kreuz-Tragende"

2010 Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis: "kleingekammerte Toteislandschaft"

2008 Villa Meixner, Gemeinde Brühl: "Salome"

2008 Dommuseum Mainz: "mittelalterliches Mysterienspiel"

2007 Tannenhof-Klinik, Bad Füssing: "Resurrectierender"

2006 Rathaus, Gemeinde Herxheim: "Flötenspieler(in)"

2004 Stadt Speyer, Korngasse: "das königliche Spiel"

2002  Aula der Lußhardt-Schule, Neulußheim: "Die Geburt des Wassers"

 

 

MUSIK: Jonas Gleim / Ludwigshafen

Jonas     Jonas Gleim (*1994 in Ludwigshafen am Rhein) erhielt seinen ersten Klavierunterricht mit acht Jahren, ein Jahr später    bereits den ersten Cellounterricht an der städtischen Musikschule Ludwigshafen. Ab 2005: Unterricht im Fach Klavier durch Werner Heinrich Schmitt, Dozent an der Musikhochschule Mannheim, seit 2007 wird Jonas Gleim von Bernhard Schmidt vom "Mandelring-Quartett" im Fach Cello unterrichtet.

Seitdem gewann Gleim als Pianist und Cellist, sowohl solistisch als auch mit Kammermusikensembles, mehr als 30 Wettbewerbspreise, u.a. einen ersten Preis und Wolfgang-Hofmann-Sonderpreis beim Karel-Kunc-Duowettbewerb der Stadt Bad Dürkheim, einen dritten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert" in der Kategorie Klavier Solo (2011), sowie 2012 zwei 1.Bundespreise und einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben in der Kategorie Klavierbegleitung.

Im gleichen Jahr wurde Jonas Gleim der Bruno-Hermann-Preis der Pfälzischen Musikgesellschaft verliehen. Im Rahmen der Preisverleihung führte er Chopins Klavierkonzert op. 21 als Solist mit der Kammerphilharmonie Mannheim auf. Regelmäßig nimmt er an nationalen und internationalen Meisterkursen teil. Sein besonderes Interesse gilt der Kammermusik. Im März 2013 hat er am Theodor-Heuss-Gymnasium in Ludwigshafen seine Abiturprüfung bestanden. Ab Oktober wid Jonas Gleim sein Klavierstudium bei Prof. Bernd Glemser in Würzburg beginnen.

 

Bildergalerie

 

 Fotos © Heidi Gronegger

 

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